Von wegen „Fresh”

Amazon Fresh: Auf diese Produkte verzichten Kunden

Alles frisch bei Amazon Fresh? Nicht für die Kunden. Eine Studie zeigt: Nutzer kaufen hier ganz anders ein als im Supermarkt.

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Amazon Fresh

Snacks statt Obst und Gemüse? So kaufen die Kunden bei Amazon Fresh.

Lang galt Amazon Fresh als großer Schrecken des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. Mit soliden Preisen und einer Integration in das bestehende Amazon-Prime-Konzept ging Fresh vor einiger Zeit auch in Deutschland an den Start, um in großen Städten (aktuell: Berlin, Hamburg und München) Lebensmittel zu den Nutzern zu transportieren. Wie der Name Amazon Fresh vermuten lässt, sollen auch frische Lebensmittel wie Obst oder Gemüse zu den Kunden geliefert werden. Und außer Rewe, die nun auch mit einer eigenen Lieferflatrate an den Start gegangen sind, macht beim Lebensmittelonline-Handel niemand so richtig mit. Also gute Voraussetzungen für Amazon, den stationären Handel richtig aufzumischen. Das Marktforschungsunternehmen mafowerk hat nun in einer Untersuchung enthüllt: Kunden kaufen bei Amazons Service ganz anders ein als im Supermarkt. Der stationäre Einzelhandel darf also – zumindest vorerst – aufatmen.

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Amazon: Kunden kaufen kaum frische Produkte bei Fresh

Denn anders als der Name vermuten lässt, gehören frische Produkte bei Amazon Fresh nicht zu den beliebtesten Dingen im Sortiment. In der Untersuchung wurden 2.000 Shopper zu ihrem Einkaufsverhalten bei Amazon Fresh befragt. Während lange haltbare Dinge wie Süßwaren, Kaffee und Erfrischungsgetränke auf den ersten Plätzen landen, müssen sich frisches Obst und Gemüse mit dem erst siebten Platz zufriedengeben. Fast zwei Drittel aller Käufer verzichtet auf den Kauf ftatsächlich frischer Lebensmittel. Hier die Übersicht.
  • Süßwaren: 52,7 Prozent
  • Kaffee: 48 Prozent
  • Erfrischungsgetränke: 40,7 Prozent
  • Nudeln, Reis & Co. (trocken): 38,7 Prozent
  • Kosmetik: 37,3 Prozent
  • Wasch- und Reinigungsmittel: 37,3 Prozent
  • Frisches Obst und Gemüse: 36,7 Prozent
  • Konserviertes Obst oder Gemüse: 35,3 Prozent
  • Salzige Snacks: 35,3 Prozent
  • Müsli: 35,3 Prozent
Erik J. Schulze

von

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