Mit bloßem Auge nicht zu sehen

Weltgesundheitsorganisation untersucht Mikroplastik in Wasser

Durchschnittlich zehn Plastikteile pro Liter – das ergab eine Untersuchung der State University of New York in der man in Flaschen gefülltes Wasser auf Mikroplastik testete.

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Mikroplastik Wasser

In handelsüblichen Flaschen Wasser fand man große Mengen an Mikroplastik.

Mikroplastik – ein Thema, das nicht mehr nur die Ozeane betrifft. Besonders im Bereich der Kosmetik werden die Sorgen zu enthaltenem Mikroplastik immer größer. Doch scheinbar sind Kosmetika das kleinste Problem. Orb Media, eine Organisation bestehend aus Journalisten, berichtete von einem hohen Anteil an Plastikteilchen in Trinkwasser. Nun schaltet sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein und startet eine Untersuchung zu dem Thema, um herauszufinden welche Risiken Plastik in Trinkwasser birgt.

Mikroplastik in Wasserflaschen

Wie Orb Media berichtet, testete man an der State University of New York über 250 Flaschen Wasser von elf Marken aus neun Ländern auf Plastikteile. Dazu verwendete man ein Färbemittel, das sich an Plastik bindet uns die Teile so sichtbar macht. Durchschnittlich fand man pro Liter Wasser zehn Plastikteile, die dicker als ein menschliches Haar waren. Dazu kamen um die 314 kleinere Teile bei denen es sich wahrscheinlich auch um Kunststoff handelte. Da diese allerdings zum größten Teil nur unterm Mikroskop sichtbar waren, konnte man sie nicht hundertprozentig als Kunststoff identifizieren. Insgesamt reichte die Menge an Partikeln von 0 bis hin zu 10.000 pro Flasche. Lediglich in 17 der getesteten Flaschen fand man keinerlei Mikroplastik. Deutscher Vertreter der Testkandidaten war Gerolsteiner, der einen Mindestwert von neun Partikeln pro Liter und einen Höchstwert von 5.160 Partikeln pro Liter hatte. Am schlechtesten schnitt Nestle Pure Life (USA) ab mit bis zu 10.390 Plastikteilchen pro Liter. Die besten Ergebnisse lieferte das italienische San Pellegrino mit maximal 74 Teilchen pro Liter.

Wie schädlich ist Mikroplastik?

Diverse Untersuchungen fanden bereits heraus, dass der Mensch über Wasser (in Flaschen und Leitungswasser), Bier, Meersalz, Fisch und Meeresfrüchte Mikroplastik zu sich nimmt. Wie schädlich es ist, ist jedoch noch unklar. Es könnte sein, dass das Plastik einfach durch den Körper wandert bis es wieder ausgeschieden wird. Wird es jedoch vom Körper aufgenommen, kann es in Organe und Blutbahnen geraten und Schaden anrichten. Dazu kommt, dass der Körper das Plastik zwar versuchen wird loszuwerden, sich mit dem nicht abbaubaren Material aber sehr schwer tut. Die WHO will mit ihrer Untersuchung nun herausfinden, welchen Schaden Mikroplastik im menschlichen Körper anrichtet.
Sabine Stanek

von

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